Vogelnothilfe e.V.

Wildvögel in Not

 

Die Not von verletzten oder verwaisten Wildvögeln ist sehr groß. Durch öffentliche Maßnahmen ist die Versorgung dieser Tiere in keinster Weise vorgesehen. In zunehmendem Maße finden diese Vögel Aufnahme in unserer von Behörden nach § 11 Tierschutzgesetz genehmigten Wildvogelpflegestation- von A wie Amsel bis Z wie Zaunkönig.

Viele dieser Vögel kamen direkt oder indirekt durch Menschenhand in eine Notsituation: Anflüge gegen Fensterscheiben und Glas- wände, Straßenverkehr, Verdrahtung der Landschaft durch Stromleitungen, Stacheldraht und schlecht befestigte Zäune, als Beute von Hauskatzen und Hunde,  illegale Abschüsse, wie hier auf dem Bild der Graureiher,  Verletzungen durch Fäden, Schüre, Angelutensil und Plastikmüll, Vergiftungen, absichtlich oder durch ausgebrachte Pestizide, sadistische Gewaltanwendungen durch primitive Menschen mittels Schläge und Tritte und gutgemeinte "Kindsentführung" in den Sommermonaten.

Diese Liste ließe sich noch weiter fortführen, wir haben hier für Sie, lieber Leser, die häufigsten Notfälle,  mit denen wir konfrontiert werden aufgelistet.

Ziel und Zweck der Auffangstation ist die Pflege und Aufzucht von Wildvögeln bis zur Wildbahntauglichkeit, die Vermeidung von Tierleid und die Erhaltung einer artenreichen Vogelwelt.

Die Vögel werden durch fachkundige, geschulte Pfleger versorgt und von unserer vereinseigenen Tierärztin betreut, bis sie in ihren natürlichen Lebensräumen ausgewildert werden können.

Nicht wiederauswilderbare Vögel werden in artgerechte Haltung vermittelt, sofern sie ein  Leben in einer Freiflugvoliere akzeptieren.

Im Schnitt finden bis zu 300 Wildvögel pro Jahr Aufnahme in der Station. Hinzu kommen nochmals an die 250 Vögel, die bei unseren Vereinsmitgliedern in ihren Räumlichkeiten und Volieren gepflegt werden.